Die Geschichte des TSV Undingen

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Am 10. Juli 1910 wurde der Verein von 32 Undinger Bürgern gegründet. Im Protokoll ist dazu vermerkt: “Gesprochen wurde über die Notwendigkeit eines Turnvereins, weil mancher junge Mann verkommt und verwüchst, da ihm die nötige Gelegenheit zur Pflege seines Körpers fehlt.”

Mit einem selbst gefertigten Holzbarren und einem von der SG Reutlingenerstandenen Reck wurde der Turnbetrieb in der Kronen-Scheune aufgenommen. Die Übungsstunden wurden damals sehr ernst genommen. Unentschuldigtes Fehlen wurde mit einem Obulus belegt und konnte den “Schwäntzer” bei wiederholtem Auftreten sogar die Mitgliedschaft kosten.

Die schlechte Finanzlage und Einberufungen zum Militär bereiteten dem jungen Verein die größten Sorgen. Nach dem 1. Weltkrieg stabilisierte sich das Vereinsleben dann schnell. Die Teilnahme von 20 und mehr Turnern bei Turnfesten und Gauveranstaltungen war keine Seltenheit. Einen ersten Höhepunkt erlebte der Verein 1926 mit der Fahnenweihe.
Die aktivste Zeit der Turner war von 1932 bis 1939. Eine 32 Mann starke Riege beteiligte sich mit guten Erfolgen an regionalen und überregionalen Turnveranstaltungen. In dieser Zeit konnte der Verein auch sein 25-jähriges Bestehen feiern.

 

Während des 2. Weltkrieges

kam das Vereinsleben nahezu zum Erliegen. Erst nach Beendigung der Schreckensherrschaft 1945 konnte der Sport

betrieb wieder aufgenommen werden. Da von 1945 bis 1948 ein generelles Turnverbot bestand, entwickelten sich die Aktivitäten im Verein hin zum Fußball und zur Leichtathletik.
Ab 1949 wurden die Turnstunden auch im Schüler- und Jugendbereich durchgeführt und schon 1 Jahr später beteiligten sich auch Frauen an den verschiedenen Wettkämpfen.

Von Beginn an spielte die Fußball- mannschaft in der Verbandsrunde im Berzirk Münsingen mit. 1955 konnte dann zum erstenmal ein Meistertitel gefeiert werden und der TSV stieg in die B-Klasse auf.


Ein Jahr später wechselte der TSV vom Kreis Münsingen in den Kreis Reutlingen und mußte wieder in der untersten Klasse beginnen. Auf Anhieb wurde auch hier der Aufstieg geschafft. Daß im selben Jahr der Bezirkspokalsieger TSV Undingen hieß war für die jungen Spieler um Trainer Hans Fuchs der absolute Höhepunkt in ihrer Laufbahn.

 

Neben dem Fußball blühte in den Fünfzigern vor allem die Leichtathletik

Sehr populär war der Fünfkampf, bei dem 3 leicht- athletische und 2 turnerische Übungen vorgeschrieben waren.Bei Bergfesten war der Vierkampf mit Laufen, Weitsprung, Kugel- stoßen oder Ballwurf und der Schleuderball ein beliebter Wettkampf.

Ein denkwürdiges Ereignis war der Sieg im Hauptlauf beim Lichten- steinlauf 1954. Am selben Tag gewann die deutsche National- mannschaft die WM in Bern.

 

 

 

Mitte der fünfziger Jahre entstand die Skiabteilung des Vereins

In denAnfangsjahren bezogen sich die Aktivitäten im wesentlichen aufs Langlaufen. Mit den ersten Ausfahrten ins Gebirge kam dann das alpine Skilaufen immer stärker auf.

Ende der 50er Jahre wurden die ersten Vereinsmeisterschaften am Weinstein durchgeführt. Die Kombination bestand aus einem Riesentorlauf und einem 4 Km langen Langlaufkurs.


In dieser Zeit wurden auch des öfteren Skitouren, meist nach Erpfingen, unternommen, wo natürlich auch eingekehrt wurde. Den Heimweg erleichterte man sich dadurch, indem sich alle Mann mit einem Lotterseil an den Linienbus nach Undingen anhängten.

 

 

Die zweite Hälfte der 50er Jahre war für die Verantwortlichen des Vereins die Zeit der Sportplatzplanung

Der Platz an der Heusteige war zwischenzeitlich in einem sehr schlechten Zustand und auch der Weg dahin war doch sehr weit.
Durch Eigenleistung in 2120 freiwilligen Arbeitsstunden entstand an der Burgstraße ein neues Sportgelände. Dieses wurde 1960 mit dem bis dahin größten sportlichen Ereignis, dem Gauturnfest, feierlich eingeweiht.

Schon bald danach wollte man auch ein eigenes Sportheim haben. In absolut eigener Regie und in ungezählten Arbeitsstunden der Mitglieder entstand das neue Vereinsheim, das am 13. Januar 1968 eingeweiht wurde.
Zu dieser Zeit war auch die aktive Fußballmannschaft sehr erfolgreich. Dies spiegelt sich im Gewinn des Lichtenstein- pokalturniers in den Jahren 67,68 und 69 wieder.

1970 legten Dieter Baumann und Horst Tränklein als erste die Skiübungsleiterprüfung ab. Die Gründung der Skischule Undingen im STB erfolgte 1971 und hatte zu dieser Zeit 8 Lehrkräfte zur Verfügung, die bis zu 100 Skikursteilnehmer unterrichteten.

 

Im Jahre 1970 begann auch die Geschichte der Abteilung Reiten

Über eine Annonce im Gemeindeblatt sollten reitbegeisterte Bürger angesprochen werden. Schon knapp ein Jahr später wurde die “Reit- und Fahrgemeinschaft im TSV Undingen” aus der Taufe gehoben

Mit den bereits beschafften 2 Vereinspferden wurden die ersten Reitstunden noch auf einer Wiese abgehalten. Jedoch war dieser Zustand nicht von langer Dauer. Noch im selben Jahr konnten die Reitstunden auf dem neu erstellten Reitplatz durchgeführt werden.
Schon nach kurzer Zeit wurde klar, daß für einen ganzjährigen Reitbetrieb eine Reithalle unabdingbar war. Somit wurde auch dieses Bauvorhaben in Angriff genommen und es konnte im Nov. 1973 Richtfest gefeiert werden.

In den folgenden Jahren beteiligten sich die Reiter verstärkt an reitsportlichen Veranstaltungen und auch die Jugendlichen sammelten ihre ersten Turniererfahrungen. Der Bestand an eigenen Pferden erhöhte sich laufend und der Trend ging vom Freizeitreiten immer mehr zum Turnierreiten.
Als logische Konsequenz aus dieser Entwicklung wurde dann 1978 das 1. Undinger Reitturnier veranstaltet.

 

Die jüngste Abteilung -Tennis- des TSV Undingen wurde 1975 gegründet.

Günther Bächle und Otto Leibfritz konnten über eine Fragebogenaktion 21 Tennis-Interessierte ermitteln. Zu dieser Zeit war Tennis in der Umgebung noch kein großes Thema. Fußball und Leichtathletik waren die dominierenden Sportarten. Jedoch war bereits ein deutlicher Aufschwung im Tennissport zu erkennen.
Unmittelbar nach der Gründung der Abteilung wurde mit dem Bau von 2 Sandplätzen begonnen, die im Mai 1976 feierlich eröffnet wurden.
Der Mitgliederstand wuchs nun sehr schnell an und schon bald mußten 2 weitere Sandplätze gebaut werden.
Gleichzeitig beteiligten sich immer mehr Mannschaften an Turnieren und offiziellen Verbandsrunden.

Zwischenzeitlich verfügt die Tennisabteilung zusätzlich zu den 4 Sandplätzen noch über 2 Hallenplätze, die Tennis im TSV Undingen zu einer ganzährigen und witterungsunabhängigen Sportart machen.
Der Bau der Tennishalle führte räumlich bedingt dazu, daß auch der Sportplatz neu gestaltet werden mußte. Mit einer  Bausteinaktion und viel Eigenleistung der Mitglieder konnte 1992 das neue “Burgstadion” eingeweiht werden.

Hatte der TSV Undingen im Jahre 1985 noch 750 Mitglieder, so sind heutzutage bereits über 1000 Mitglieder verzeichnet. Vom Kindergartenalter im Mutter-Kind-Turnen bis zur Seniorengymnastik bietet der Verein für alle Altersgruppen vielfältige Möglichkeiten sich sportlich zu betätigen.

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